MFU

Die Maschinenfähigkeit ist eine Kennzahl für die Qualität der Maschine und beschreibt die Güte, bezogen auf die geforderte Spezifikation der Maschine. Die Maschinenfähigkeitsuntersuchung (MFU) ist eine Kurzzeitstudie als Instrument der Qualitätssicherung und bewertet die Prozessgröße „Maschine“. Damit können voraussichtliche maschinenbedingte Prozessfehler erkannt werden.

Im Zuge einer Maschinenfähigkeitsuntersuchung wird untersucht, wie sich die Maschine in Bezug auf die Realisierung vorgegebener Merkmale und Qualitätsanforderungen verhält.
Die Indizes heißen dabei Cm (Maschinenbeherrschbarkeit) und Cmk (Maschinenfähigkeit). Der cm-Wert gibt die Fähigkeit wieder, in einem bestimmten Toleranzfeld zu fertigen, wohingegen der cmk-Wert die Lage im Toleranzfeld darstellt.
Die Eignung von Maschinen, Produkte innerhalb geforderter Spezifikationen anzufertigen, wird dabei als Fähigkeit bezeichnet. Ein konstantes Ergebnis wird erreicht, wenn Fremdeinflüsse oder/und regelmäßig auftretende Störeinflüsse identifiziert und abgestellt werden.

Durchgeführt wird eine Maschinenfähigkeitsuntersuchung in der Regel beim Kauf einer neuen Maschine, auch gegebenenenfalls vor Inbetriebnahme beim Kunden. Bereits laufende Maschinen werden in bestimmten Zeitabständen kontrolliert, um sicherzustellen, dass die geforderte Qualität produziert wird.
In der Regel wird dabei eine festgelegte Stichprobe von Werkstücken unter konstanten Rahmenbedingungen gefertigt. Anschließend werden die kritischen Größen gemessen. Einflüsse, wie Mensch, Material, Messmethode, Maschinentemperatur und Fertigungsmethode dürfen sich nicht bzw. nur gering ändern.
Ziel ist, ausschließlich maschinenbedingte Einflüsse auf den Fertigungsprozess zu erfassen und zu bewerten.